Lebensberatung als Philosophie? V

Bin ich deshalb womöglich heute morgen mit Druck auf den Ohren aufgewacht,  weil ich mir über den Sinn oder Nicht-Sinn des Lebens so viele Gedanken mache?
Weil ich mir immer überlege,  auf was man sich denn nun stützen kann.  Denn alles von dem ich denke, das es eine Art Beweis darstellt,  wird ja letztendlich durch unser Bewusstsein geprägt,  bzw. durch unsere Sinne.  Das heißt wir lesen, hören, fühlen oder tasten und behaupten dann, dass etwas so ist wie es ist.  Könnte ich denn dann ohne diese Sinne und mein Bewusstsein feststellen,  wie etwas beschaffen ist oder ob es überhaupt existiert?
Und wenn ich genau darüber nachdenke,  dann komm ich mir ziemlich blind vor.  Ja sogar fest gebunden an meine Sinne,  ohne die ich nicht feststellen kann,  was denn nun Sache ist.  Aber Moment mal.  Meine Sinne?  DIE Sinne die ich ebenfalls durch mein Bewusstsein erfahre und von denen ich ebenfalls nicht sicher sein kann, ob es sie wirklich gibt oder ob sie ein Produkt meiner Einbildung sind?  Toll. Ich bin also ein NICHTS?!
Aber du hast doch dein Gehirn, mögen manche nun ein werfen.  Tja,  das ist so eine Sache.  Denn ehrlich gesagt,  ICH habe mein Gehirn noch nie gesehen. Du?  Aber doch nehmen wir an,  dass wir eines haben :-)
Und selbst wenn wir irgendwie die Gelegenheit dazu gehabt hätten unser Gehirn zu sehen,  so hätten wir dies aber mal wieder nur durch unsere Sinne wahrnehmen können.  Und nochmals beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz.

Vielleicht gibt es außer uns selbst ( also das was wahr nimmt) nichts mehr.  Kein Gehirn, keine Sinne, keine anderen Menschen, keine Erde, kein Himmel – nichts.  Oder vielleicht doch ein Nichts?!



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