Lebensberatung als Philosophie? IV

Wenn wir also davon ausgehen,  dass alles nur in unserem Bewusstsein statt findet,  dann können wir auch nie aus irgend einem Traum aufwachen,  denn wohin sollten wir denn aufwachen,  wenn es “nur” ein Bewusstsein gibt?
Zu beachten hierbei ist,  dass wir im Normalfall annehmen,  dass Träume und Halluzinationen im Bewusstsein des Menschen statt finden,  der gemütlich und entspannt in einer Wirklichkeit, in einem wirklich Haus und auf einer wirklichen Erde  existiert.  Und wir nehmen weiterhin an,  dass die Träume von dem abhängig sind,  was der Mensch in seinem Alltag alles erlebt und das er dann in seinen Träumen verarbeiten und speichern möchte.
Was aber wäre,  wenn ALLES ein Traum ist?  Ein riesengroßer, gigantischer und endloser Traum, bei dem es keine Außenwelt gibt und dem entsprechend auch kein Erwachen?  Wie können wir wissen, dass es genauso ist?  Oder eben nicht ist?   Wären wir also in einem großen Traum – genau jetzt -  und da draußen wäre nichts,  und wir würden versuchen zu erklären,  dass es DOCH ein “da draußen” gibt,  dann wären doch alle Erklärungsversuche Teil unseres Traumes.  Oder?
Selbst wenn wir Dinge berühren, in den Spiegel schauen oder uns zwicken würden,  so wäre das Ergebnis immer ein Ergebnis unseres Bewusstseins in einem Traum (immer voraus gesetzt,  dass wir annehmen, wir wären in einem Traum).
Das ist ein Dilemma.
Denn würden wir heraus finden wollen,  ob das was unser Bewusstsein so alles her gibt, uns darüber informieren kann,  was und ob sich etwas außerhalb unseres Bewusstseins befindet,  so können wir die Antworten nur auf das beziehen,  was unser Bewusstsein uns erscheinen läßt.

Und darüber muss ich jetzt erst mal selbst nachdenken.  Träumen?   :-)



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