Enterprise 2.0

Also, Social Media haben wir jetzt ja wohl alle verstanden.

Gut. Dann kann ich mich nun getrost dem Thema zuwenden, das ich in meinem letzten Artikel angekündigt habe und das eng verwandt mit Social Media ist: Unternehmen und Enterprise 2.0

Ah toll, denkt Ihr. Jetzt kommt Captain Kirk und seine Nr.1 Mister Spock im Raumschiff Enterprise und zeigt den irdischen Unternehmen mal wo es lang geht. Jawoll!

Schön wärs. Aber so ist es leider nicht. Im Gegenteil. Es wird mal wieder richtig staubtrocken. Theorie vom Feinsten, BuzzWords die BuzzWords erklären, analysieren, zerteilen, zerhacken und dann wieder zusammen setzen. Macht Euch auf was gefasst und zieht Euch warm an.

Enterprise 2.0 betitelt und definiert den Einsatz gesammelter Kleinkramverarbeitungsprogramme und dem dazu gehörigen anderen Kleinkram zur Projektharmonisierung zum Wissen in der oberen Etage und zur inneren und äußeren Belehrungsübermittlung in einer Arbeitsstätte, das das freie Quasseln unter den Mitarbeitern sinnvoll in die Wege leitet und etabliert, so dass alle glücklich und zufrieden sind und jeden Tag Friede, Freude, Eierkuchen backen.

Na, alles klar?

Klingt komisch, ist aber so.

Doch hier die Erklärung für die normal Sterblichen: Der Begriff Enterprise 2.0 stammt aus der Feder des Havard-Professors Andrew P. McAfee, der unter anderem schrieb, dass der Einsatz von Sozialer Software in der Kommunikation innerhalb eines Unternehmens eingesetzt werden sollte, um die Zusammenarbeit der Mitarbeiter zu unterstützen und anzuregen.

Mit Sozialer Software (engl. Social software) ist ein System oder Programm gemeint, das dazu dient, im Internet selbst organisierte Gemeinschaften aufzubauen und zu pflegen, damit Menschen auch auf dieser Plattform einen Zusammenhalt erfahren können.

Doch bei Enterprise 2.0 wird der Schwerpunkt des sozialen Kontakts ganz speziell in das Unternehmen an sich gelegt, denn

1.) ist die Innenkommunikation in einem Unternehmen sehr wichtig und zeigt an, wie stark und in welcher Qualität das Netzwerk eines Unternehmens gestaltet ist.

2.) stellt das Wissensmanagement und wie es untereinander gepflegt wird eine Basis dar, von der aus der freie Wissensaustausch unter den Mitarbeitern sinnvoll funktionieren kann und

3.) wird sich ein Unternehmen mit Enterprise 2.0 und Social Software, gerade dann wenn es im Innern eines Betriebes gut läuft, in der Außenkommunikation als loyal, transparent, sympathisch und vertrauensvoll darstellen können.

Die Unternehmenskultur wird und kann sich nun weg von einer hierarchischen Kontrolle, hin zu einer humanen Selbststeuerung von Teams, die sich selbst führen und eine soziale Eigendynamik haben entwickeln.

Die üblichen wirtschaftlichen Ziele wie „Gewinnen von Marktanteilen“, „Gewinnsteigerung“ und „Kunden“ bleiben bestehen, aber soziale Qualitäten wie Vertrauen, Respekt und Verantwortung nehmen dabei immer mehr Raum ein.

Ein Unternehmen das seinen Mitarbeitern alles verbietet, Angst sät und strenge Kontrolle ausübt, wird vielleicht über kurz oder lang Gewinne erzielen und am Ball bleiben, doch mit zunehmendem Bedürfnis der Mitarbeiter an sozialen Netzwerken und dem Austausch untereinander, kann ein Unternehmen solcher Art von innen untergraben werden und zusammen stürzen.

Und eines sollte man nicht außer Acht lassen: Auch Mitarbeiter sind Kunden und die gilt es in erster Linie vor allen anderen potentiellen Kunden da draußen, respektvoll und als Mensch zu behandeln.

Blogeintrag auch nachzulesen bei www.blog.famepix.com   und   www.werbe.at

Bild mit freundlicher Genehmigung von Falk Schneider



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