Flashmobreaktionen

Ein paar Tage nach der letzten Flashmobaktion in Graz am 8.12.09 , habe ich ja hier auf meinem Blog über diese lustige Angelegenheit berichtet.  Nun, da kannte ich noch nicht die Reaktionen einiger Passanten, die von uns überrascht worden waren.   Und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich doch tatsächlich angenommen,  dass es den Menschen da draußen Freude macht,  anderen Menschen dabei zuzusehen,  wie sie witzige Handlungen in den Alltag mit einbringen,  um so das Grau wiederkehrender Gewohnheiten aufzulockern.  Selbst wenn die Gruppe von Menschen sich selbst auf den Arm nimmt und mit unmöglich verrückten Aktionen aus der Reihe fällt,  war ich der Ansicht,  dass die Zuschauer doch eher eine entspannte und freudig erregte Einstellung dem gegenüber einnehmen würden.
Sicherlich,  den einen oder anderen Miesmacher findet man immer wieder,  aber ich hätte nicht gedacht,  dass es Menschen gibt,  die solche Handlungen aus tiefstem und finsteren Herzen nicht nur ablehnen,  sondern auf schärfste verurteilen.    So gab es einige Kommentare im Internet die den reinen Spaß an der Freude als völlig sinnlos und idiotisch abstempelten,  gleichzeitig aber nichts besseres zu tun hatten, als sich die Mühe zu machen einen solchen Text zu verfassen.
Dennoch – ich musste darüber lachen,  denn die Vorstellung,  das Jemand zuhause sitzt und sich gezielt und mit viel Geduld,  scheinbarem Desinteresse und Zeitaufwand einem Kommentar widmet,  der Andere in ihrer Freude verurteilt,  ist doch witzig.  Stellt euch vor,  da sitzt Jemand mit grimmigem Gesicht über seine Tastatur gebeugt,  schaut sich zwischendurch womöglich zum hundersten Mal den Flashmob-Film an oder liest wiederholt den Bericht in der Zeitung,  und dann hämmert er erbost über so viel Spaß seine ernsthaften Ansichten in den PC.
Oh Mann,  diese Energie in Freude umgewandelt,  würde wahrscheinlich mehr zu seinem gesundheitlichen und geistigen Wohbefinden beisteuern als Frust und Ablehnung.
Aber andererseits tun mir diese Menschen auch leid.  Wer weiß, welche Vorgeschichte sie zu dem gemacht hat was sie heute sind, und auch wenn jeder die Möglichkeit hat sich zu ändern und seine Einstellungen zu einem glücklicheren Leben umzustellen,  so sind doch die meisten in Gewohnheiten und Althergebrachtem gefangen.
Nun,  nichtsdestotrotz ist am 19.12.09  wieder ein Flashmob in Graz und wer weiß,  vielleicht können wir mit unseren Aktionen doch den einen oder anderen anstecken und ihn mit Freude und Spaß infizieren.  Wäre doch eine echte Alternative zum Grippevirus  :-) ))



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