Charity mit Dagmar Koller

Am 10.11.09 war es nun endlich soweit. Von “Frau in der Wirtschaft” wurde ich eingeladen, zu einer Charity-Veranstaltung ins Casino Graz.  Als Promi-Gast war Dagmar Koller eingeladen, die nicht nur ein wenig aus ihrem Leben berichtete, sondern auch auf ihre Schirmherrschaft hinwies, die sie seit ein paar Jahren über den Verein “Power4me” inne hat.
Nun, Dagmar Koller sagt der etwas jüngeren Generation wohl nicht sehr viel, außer dass diese Person die Witwe des vor ca. einem Jahr verstorbenen Wiener Bürgermeister H. Zilk ist.   Doch ich bin quasi mit dieser Frau groß geworden, denn viele Jahre lang war sie eine sehr bekannte Musical-Darstellerin und da meine Mutter diese Art von Musik sehr liebte, blieb mir nichts anderes übrig, als jeden Sonntag das eine oder andere Musical im Fernsehen mit anzusehen und zu hören.  Aber zum Glück (und das behaupte ich für mich persönlich) mochte ich die Musik, den Tanz und diese Art der Unterhaltung sehr.  Mir machte es nichts aus, am Sonntagvormittag (die große Ausnahme in Sachen Fernsehn schauen)  Musicals, Opern und Operetten anzuschauen, zumal ich die Kombination aus Musik und Gespräch sehr angenehm fand.
Dagmar Koller bewies in all ihren Rollen eine übersprühende Frohnatur mit schöner Stimme und gefühlvollem Wesen und auch wenn sie eher eine zierliche Person ist, so wuchs sie mit ihrem Talent und ihrer Freude am Tanz und am Singen über sich hinaus.
Am Dienstag war ich dann sehr gespannt diese Grande Dame des Theaters und des Fernsehens live zu erleben, denn immerhin ist die Lady schon 70 Jahre alt.  Um so erstaunter war ich dann als ich sie endlich sah.  Man konnte sofort erkennen, dass diese Frau den größten Teil ihres Lebens das gelebt, was sie sich auch vorgenommen hatte.  Keine Frage, eine herausragende Persönlichkeit, mit einem starken Hang zur Bodenständigkeit.  Sie plauderte über ihre Vergangenheit, machte Witze auf ihre Kosten und bezog die anwesenden Damen so sehr mit in ihre Erzählungen, dass man das Gefühl hatte, diese Frau schon ewig lange zu kennen.
Offen gab sie zu, dass es stets ihr Bestreben war, perfekt auszusehen, was ihr allerdings mit zunehmendem Alter nicht mehr so ganz gelinge, da ihre Haut dies einfach nicht mehr mitmache.  Und das von einer Frau die 70 Jahre alt ist und ein Gesicht wie eine Frau Mitte Fünfzig hat.
Trotzdem, und gerade das machte sie so sympathisch, sprach sie über die schwere Zeit nach dem Tod ihres Mannes oder über die Zeit während ihrer Kind- und Jugendzeit, die auch nicht gerade leicht war.  Mehr und mehr konnte man erkennen, dass Frau Koller die Stärke, die in ihre Wiege mit hinein gelegt wurde, vollens für sich genutzt hatte und auch heute noch aus diesem Füllhorn ihre Energie bezieht.

Alles in allem fand ich diese Begegnung amüsant, interessant und bereichernd und bestimmt konnte sich jeder der Teilnehmerinnen seinen persönlichen Teil davon für sich heraus ziehen.
Ansonsten waren viele Unternehmerinnen aus den unterschiedlichsten Betrieben erschienen. Es wurde geredet, gegessen und natürlich Visitenkarten ausgetauscht, um sein eigenes Netzwerk zu vergrößern.

Es war schön – es hat mich sehr gefreut :-)



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