Mineralien im Trinkwasser II

Prof. Dr. Claude Vincent, Wasserforscher, hat zwischen 1950 und 1974 im Auftrag der französichen Regierung den Zusammenhang zwischen Wasserqualität und Sterblichkeitsraten erforscht. In einer Studie veröffentlichte er, dass in Gegenden mit meneralhaltigem Wasser doppelt so viele Menschen an Krankheiten sterben wie in Gegenden mit reinem, weichem Wasser.
Laut dieser Studie und auch anhand seiner 13-jährigen Forschungsarbeit mit Versuchstieren, folgerte er, dass je weniger Stoffe (Mineralien)  im Wasser gelöst sind, umso gesünder ist dieses Wasser für den Körper.  Das Wasser sollte demnach einen elektrischen Widerstand über 6000 Ohm bzw. einen Leitwert von kleiner als 167  (Mikrosiemens) aufweisen, damit es noch Fremdstoffe (Schlacken) aufnehmen und abtransportieren kann.
Ich selber arbeite mit einem TDS-Gerät das die Leitfähigkeit bzw. die Menge der festen, gelösten Stoffe pro ml misst.
Anhand dieses Geräters zeigte mein Trinkwasser aus der Leitung einen TDS-Wert von 280, hingegen das Wasser das ich filtere einen Wert von 5-10 TDS aufweist.  Um diese festen, gelösten Stoffe sichtbar zu machen, gibt es dann noch die Möglichkeit eines Elektrolysegerätes. Durch zwei Heizstäbe die ins Wasser gehängt werden,  lösen sich quasi diese Stoffe von den Wassermolekülen, sodass man diese in Form einer Verfärbung sichtbar machen kann.
Gerade diese Art von Messung, nämlich durch das Elektrolysegerät ist sehr umstritten.  Zum einen heißt es, dass das Gerät überhaupt nichts nachweisen kann und dass die Färbung des Wassers lediglich auf den Rost zurück zu führen ist, der sich an den Heizstäben gebildet hat. So heißt es, dass mindestens eine der Elektroden normalerweise aus Eisen oder Stahl besteht und dass bei dieser Behandlung eine Menge Eisenoxid entsteht, d.h. dass die Elektroden rosten.
Während die Elektrolyse-Anhänger behaupten, dass die dunke Färbung durch Verunreinigung im Wasser entsteht, sagen die Anderen, dass die Färbung druch die rostenden Elektroden hervorgerufen wird.
Wieder Andere sind sogar der Meinung, dass die Färbung lediglich die Anteile der toten Bakterien anzeigt.  Wie diese dahin kommen, warum sie tot sind und durch was sie getötet wurden,  kann nicht erklärt werden.  Aber trinken kann man es allemal.
Eigenartigerweise weisen die Tests mit dem Elektrolysegerät eben nicht nur Verfärbungen auf, die auf verrostete Elektroden hindeuten, sondern auch Verfärbungen in den unterschiedlichsten Farben.
Und warum verfärbt sich dann gefiltertes Wasser nicht, wenn dort auch verrostete Elektroden drin hängen?
Aber auch dafür gibt es selbstverständlich eine Erklärung:  Wasser hat eine schlechte elektrische Leitfähigkeit und da Leitungswasser oft Salze wie Kalzium und Magnesium enthält (Wasserhärte), fließt der Strom durch das Wasser, zersetzt teilweise die Elektroden und ruft eine braune Färbung hervor.  Dass das gefilterte Wasser keine Färbung aufweist liegt daran, dass das Wasser eben von allem was sich  NICHT Wassermolekül nennt  gereinigt wurde und es zu einer geringen oder überhaupt keiner Zersetzung der Elektroden kommt und das Wasser klar bleibt.

Dennoch muss festgehalten werden, dass es um die Aussage geht, dass mineralstoffarmes oder komplett davon befreites Wasser besser für den menschlichen Organismus ist, als Wasser das nicht mehr in der Lage ist als Reinigungs- und Transportmittel dienen zu können.
Prof. Dr. Vincent ist nicht der einzige Wissenschaftler der behauptet, dass eine Übermineralisierung des Blutes zu vielen Krankheiten führen kann.  Und um dem entgegen zu wirken, empfiehlt er die Einnahme von möglichst mineralstoffarmem Wasser.



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